Der letzte Trainingstermin vor den Ferien am 08.07.2008 sollte für den Ju-Jutsu-Nachwuchs im TB Uphusen ein ganz besonderer Tag werden. Wie jeden Dienstag fanden sich alle teilnehmenden Kinder zwischen fünf und zehn Jahren vor der Sporthalle in der Schulstraße ein, um dort von 15.30 Uhr bis 16.45 Uhr am Ju-Jutsu-Training teilzunehmen. Unter der Leitung von Karl-Joachim Scheel, dem Präsidenten des Bremer Ju-Jutsu-Verbandes, lernen sie dort Woche für Woche auf spielerische Art und Weise, ein gesundes Selbstbewusstsein zu erlangen, sich gegen tätliche Angriffe zur Wehr zu setzen und konsequent Nein! Nicht mit mir! zu sagen. Doch nicht nur diese äußerst wichtige Komponente, sondern auch die Tatsache, dass wichtige soziale Kontakte mit anderen Kindern geknüpft werden können und noch mehr Spaß und Bewegung in den Alltag kommen, machen Ju-Jutsu zu einer attraktiven Alternative zu Fernseher und Gameboy.
An besagtem Dienstag kamen 22 Kinder zum Training, um für eine besondere Leistung ausgezeichnet zu werden. Die letzten drei Wochen vor den Sommerferien haben sie nämlich damit verbracht, einige grundlegende Verteidigungstechniken zu lernen sowie wichtige Umgangsformen und Regeln beachten zu üben. Denn da Ju-Jutsu eine asiatische Sportart mit Tradition ist, wird neben den praktischen Techniken auch großer Wert auf gegenseitigen Respekt voreinander und eine gewisse Disziplin gelegt, die zu wahren jeder angehalten ist.
In traditionellen Kampfsportarten ist es nun Brauch, dass jeder Ju-Jutsuka mit dem weißen Gürtel beginnt und sich nach und nach eine neue Gürtelfarbe verdienen kann. Dafür muss er eine Prüfung ablegen und vor einem und später auch vor mehreren Prüfern beweisen, dass er der nächsten Graduierung würdig hat.
Alle Kinder, die die drei Trainingstermine wahrgenommen und ordentlich mitgemacht haben, bekamen am 08.07.2008 für diese tolle Leistung den Gelben Drachen verliehen- die erste Stufe zum gelben Gürtel. Zwei Kinder, die schon besonders lange dabei sind, bekamen sogar den weiß-gelben Gürtel, die direkte Vorstufe zur nächsten Graduierung. Alles in allem kann man also sagen, dass der Start in die Sommerferien sehr gelungen ist.
Von Katharina Wilke